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IRLAND

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Kundenkommentare im Detail

Hier die unveränderte Original-Zuschrift eines begeisterten Kunden in voller Länge.

Hallo Manfred,
wie versprochen ein kleiner, vielleicht etwas kunterbunt geratener, keinesfalls der Route zeitlich und örtlich folgender Bericht über unsere Kerry-Radtour:
Unsere Individual-Kerry-Tour hat uns um viele Eindrücke und großartige Erlebnisse bereichert. Zum Wettergott hatten wir leider nicht die allerbesten Beziehungen. Es war alles dabei: Herrliches Sonnenwetter, trockene Bewölkung, Nieselregen, harter Gegenwind und richtig feucht. Manchmal hatten wir dies alles an einem einzigen Tag! Gleichwohl haben wir es von den Temperaturen her immer als angenehm empfunden, obwohl wir in den ersten beiden Septemberwochen unterwegs waren.
Die Reise hat uns ausgezeichnet gefallen. In der Regel waren die Unterkuenfte gut ausgewählt, in Einzelfällen etwas weit „vom Schuss“. Für diese Fälle hatten wir aber abendfüllende Literatur dabei und das vorbereitende Studium der Reisebeschreibung für den nächsten Tag forderte ja auch seine Zeit.
Die von euch geliehenen Räder waren robust und zuverlässig. Die erste Skepsis zu ihrer Berg- und Taltauglichkeit hat sich nicht bestaetigt. Sie waren frisch gewartet, insbesondere wurde mit Kettenöl nicht gespart (nicht zur reinen Freude meiner Frau). Auf glattem Untergrund machten sie ihrem Atrribut „Leichtlaufrad“ alle Ehre. Allerdings hat man auf den Nebenstrassen (und zuweilen auch auf den Hauptstrassen) meist einen sehr rauhen Belag, oft geziert mit Wellen, kleineren und groesseren Schlaglöchern. und sonstigen Erschwernissen. Diese fuehrten zu einer Ruettelerfahrung besonderer Art und dem klammheimlichen Wunsch nach ein bisschen Federung…
Die Fahrradrouten, die in der Regel auf schmalen Neben- und Verbindungsstrassen verliefen sind mit Bedacht ausgewählt und nach der Beschreibung auch gut zu finden. Die Etappen waren allesamt gut zu bewältigen, es blieb immer genuegend Zeit bei schoenem Wetter an besonders netten Orten zu verweilen, den allgegenwaertigen Schafen und den Kuehen beim Grasen oder Wiederkaeuen zuzuschauen oder bei schneller Fahrt den Ankunftsort zu erkunden. Wenn es etwas hügeliger wurde, war es halt etwas kuerzer. Die Hügel selbst waren niemals ein Problem, die Erwartung auf eine schoene Aussicht (insbesondere auf den Kuestenstrassen und in den Kerry-Mountains) wurde immer erfuellt, und die folgenden Abfahrten haben uns den einen oder anderen Juchzer entlockt. Dass wir unser Gepäck – leider sehr teuer – transportieren liessen, haben wir nie bereut, nicht nur wegen der welligen Kuestenstrassen, sondern auch der mancherorts etwas giftigeren Steigungen (Bellaghbeama Gap, Gap of Dunloe, aber auch die Hauptstrassenumfahrung – „prehistoric way“ - nach Castletownberehaven) wegen. Auch hatten wir durch den mageren Gepäckbesatz gerade in den Verweil-Ortschaften (Kenmare, Castletownberehaven, Bantry) doch merklich mehr Bewegungsfreiheit und weniger Sorgen ums Gepäck als die Komplettradler mit Rundumbepackung.
Der Gepäcktransfer hat in der Regel gut funktioniert, wir mussten allerdings zwei mal durchgeschwitzt und „duschbedürftig“ jeweils eine Stunde lang auf das Gepäck warten. Hier wäre eine Vorabinformation über die Vereinbarungen mit den „Transporteuren“ in den Reiseunterlagen von Nutzen.
Die Reisebeschreibung sollte in einigen Teilen nochmals gründlich überarbeitet werden, da haben sich wohl noch einige Überschneidungen zur früheren Route eingeschlichen (z.B. letzte Seite Durrus-Castletownberehaven trifft komplett nicht mehr zu, selbe Route vorletzte Seite ist die Angabe „10 Tageskilometer“ absolut verwirrend, weil bis dahin bereits ca. 40 Km gefahren wurden, auch stehen die braunen Schilder nicht rechts sondern links, zeigen aber nach rechts). Aber im Grossen und Ganzen sind wir auch ohne kleinmassstäbliche Strassenkarte gut mit der Wegebeschreibung klargekommen (manchmal muss man halt besonders gut hinschauen und die eigene Kombinationsgabe bemuehen). Und fuer den grossen Ueberblick hat schließlich die bereitgestellte Holiday-Map gesorgt.
Tüchtig wie wir waren, haben wir selbstverständlich auch alle vorgeschlagenen Ausflüge absolviert, wobei uns die ultimative ¾-Tageswanderung in Allihies – nicht nur wegen der herrlichen Aussichten und den stillgelegten Kupferminen – in langer Erinnerung bleiben wird. Dass es nach zwei Stunden trockenem Wetter ausgerechnet am entferntesten Punkt (gemessen von der Unterkunft) zu regnen begann, was das Zeug hielt, dafür könnt ihr nichts. Aber dass wir dann völlig durchnässt und mit beschlagenen Brillen (jaja, wir hätten unter die Regenjacken auch Schildmützen anziehen können) auch noch auf entlegenen Berggipfeln vorübergehend die Orientierung verloren, geht schon bissel auf eure Kappe. Denn das angekündigte zu übersteigende Gatter war an der erwarteten Stelle nicht mehr vorhanden, es wurde erst nach einigen Irrwegen durch matschige Schafweiden und Überwinden eines anderen Gatters unter hohem Gras darniederliegend entdeckt. Von einem „idealen Picknickplatz“ an dieser Stelle kann jedenfalls auch bei Sonnenschein nicht die Rede sein. Auch sollte die Wanderung möglichst mit Wanderschuhen angetreten werden. Denn bei dem „etwas feuchten Stück durch den Wald“ handelt es sich um ein langgezogenes, nicht umgehbares sumpf-torfiges Gelände, das insbesondere bei feuchter Witterung unweigerlich zu völlig durchnässten Schuhen und Strümpfen führt (bei uns sagt man „Schlappen“ dazu).
Ob der „herrlich gelegene“ Stone Circle bei Kilgarvan überhaupt noch existiert, sollte vielleicht auch mal gelegentlich erkundet werden, wir haben ihn trotz stundenlanger Suche nicht entdeckt. Mehr als entschädigt wurden wir allerdings hierfür auf der Strecke Ardgroom-Blackwater Bridge, nicht nur wegen der traumhaften Küstenfahrt (die teilweise nervenden Hauptstrassenabschnitte lassen wir hier mal aussen vor), sondern weil der Ausflug zum Glen Inchaquin Waterfall uns in absolut herrlicher Berg- und Seenlandschaft zu einem imposanten Stonecircle führte. Die Fahrt bis zum Wasserfall selbst haben wir uns gespart, sieht man ihn vom Standort der Stones zwar noch etwas entfernt aber doch schon in voller Groesse. Bereits vorher, bald nach der Abfahrt von Ardgroom, lohnt sich ein kleiner Abstecher (ca. 1 Km) zum oertlichen Stonecircle.
Die Landschaft um Allihies ist nicht nur seiner traumhaften Bucht wegen ein absoluter Höhepunkt der Reise. Leider konnten wir den dortigen einladenden Sandstrand aus Witterungsgruenden (ausgerechnet bei unserem zweitägigen Aufenthalt hat es viel geregnet) nicht ausgiebig geniessen. Aber wir konnten uns den Genuss bei entsprechendem Wetter sehr gut vorstellen (da hat man doch auch was, nicht wahr?). Hierfür wurden wir jedoch bereits vorher bei unserm Besuch der Mizen-Halbinsel entschädigt. Völlig unerwartet auftauchende wunderschöne und saubere Sandstrände bald nach „Mizen-Head“ luden zum Verweilen und Baden ein (jawohl, die Wassertemperaturen hätten sogar ein Bad im Meer zugelassen, worauf wir wegen fehlender Duschmöglichkeiten allerdings verzichteten. So blieb es beim Barfussschlendern im seichten Uferbereich).
Die B+B´s waren wie gesagt alle angenehm, bis auf eine schlimme Ausnahme. Cottage Heights in Castletownberehaven war eine Zumutung. Dreckige Zimmer, offensichtlich benutzte Bettwäsche, unfreundliche Wirtsleute, Schimmel an der Decke des Restaurants, überteuertes Essen…das ist nur eine kleine Auswahl der dort erlebten Besonderheiten. Wir haben den „gastlichen“ Ort in aller Fruehe verlassen, um den Preis, dass wir bei Dauerregen die kurze Fahrt nach Allihies wirklich nicht geniessen konnten. Auf den Ausflug zur Dursey-Insel haben wir unter diesen Umständen verzichtet (aber später nachgeholt, und das hat sich nicht nur wegen der in der Bucht zu beobachtenden Delphine in jeder Hinsicht gelohnt).
Alle anderen Wirtsleute waren freundlich und sehr bemueht. Herauszuheben ist die sehr besorgte und mitfühlende Maura in Killarney, die umsorgende Mary in Kilgarvan mit dem absolut bombastischen Frühstück bietet allerdings kein Dinner mehr an, die lieben O´Sullivans in Bantry mit ihrem entgegenkommenden Fahrdienst zu den entfernten Pups, die freundliche Eileen mit ihren 4 lebhaften Kindern in Allihies, aber auch Antoinette vom Valhalla in Blackwater Bridge, bei der ich erstmals smoked salmon auf scrambled eggs zum Frühstück gereicht bekam (lecker, lecker), oder Peter und Maria in Ardgroom mit ihren großen hellen Zimmern und dem sehr reichhaltigen Fruehstück. Der einsame Aufenthalt im Black Valley wurde uns durch das etwas ueberteuerte hausbackene Menue der Lady nicht gerade versuesst, auch die Zimmer sind etwas klein geraten. Aber sonst war es auch dort ok, ebenso wie bei den jungen Marion und Steve, die zwar keine Luxusherberge in Durrus bieten, eber sehr freundlich und bemueht sind. Das professionelle B+B in Golleen ist zwar nicht so persoenlich wie die anderen, ueberzegut jedoch durch grosszuegige Zimmer, Musikanlage mit Irish-Folk-Music-CD´s sowie einer herrlichen Aussicht auf die Bucht (das angegliederte Restaurant hat Gourmetqualitaet und dementsprechend auch seinen Preis). Der Abendspaziergang nach dem Menü in Golleen bot einen fantastischen klaren Sternenhimmel, selten habe ich die Milchstrasse derart deutlich erleben können, ein Anblick, der keinen Wunsch offenliess, ausser vielleicht den, etwas mehr astronomische Kenntnisse zu besitzen.
Den Essensanregungen kann in aller Regel gefolgt werden, wobei wir nach unserer Erfahrung von Vorbestellungen bei den B+B-Ladies jetzt absehen würden (erspart Enttaeuschungen), und uns erst vor Ort ein Bild ueber das (oft duenne) Angebot machen würden, notfalls auf kalte Kueche aus dem Foodstore (Leckere Sandwiches!!) zurueckgreifen wuerden. Im allgemeinen faehrt man mit den Barfoodangeboten guter Pups gut und guenstiger und kann sich obendrein ein (oder auch mal zwei) Pint schmecken lassen. Restaurants erfüllen die in sie gesteckten Erwartungen oft nur beim Preis. Sehr angetan waren wir vom Preis und Leistung in den Pups "Long Boat" in Durrus und bei O`Neill`s in Allihies.
Alles in allem war es eine runde, gelungene Sache. Durch mehrere Anrufe von Manfred, der uns auf Aenderungen bei Unterkünften etc. aufmerksam machte, fühlten wir uns auch vor Ort nie alleine gelassen und gut betreut. Bissel Pech hatten wir mit den von uns erhofften Sessions in den Pups, weil wir – auf dem Lande – entweder gerade eine Veranstaltung verpasst hatten, oder sie erst Tage später bevorstand. So konnten wir uns lediglich an kleinere Darbietungen in dem Touristenstädtchen Killarney und dem Fischumschlagsort Castletownberehaven erfreuen. Hier könnte ich mir noch etwas mehr kulturelle Information gut vorstellen. Das ist jedoch nicht als Kritik, allenfalls als eine Anregung gemeint.
Nach den beiden Wochen steht jedenfalls fest: Irland hat zwei neue Fans und eine weitere Irland-Reise wird sicherlich wieder per Fahrrad und gerne wieder mit Green-Island-Tours durchgeführt.
Liebe Grüsse aus dem Südschwarzwald

Hubert und Beate G

Anmerkung des Veranstalters: die Anregungen wurden inzwischen zum großen Teil inzwischen übernommen.



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