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IRLAND
Individual-Radreisen

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Royal Canal Radtour

Radler im Steinkarstgebiet Burren
Der Royal Canal ist mit 146km der längste Kanal Irlands. Er ist nur wenige Meter breit und führt mit sehr vielen Kurven durch 46 Schleusen und auf 4 Aquädukten von Cloondara beim Fluss Shannon (nicht weit von Longford) bis Dublin.
Seit 2014 wurden die alten Treidelpfade zu einem 130 km langen Rad- und Wanderweg ausgebaut, dem „Royal Canal Greenway“. Eröffnet wurde dieser im März 2021. Bereits ein Jahr später wurde der Radweg zum „European Cycle Route of the Year“ gekürt von „Fiets en Wandelbeurs“, Europas größter Messe für Radfahrer und Wanderer (Niederlande). Trotz dieser Auszeichnung kann man dort noch ungestört radeln, ohne ständig anderen Radfahren oder Wanderer ausweichen zu müssen. Obwohl touristisch noch nicht voll erschlossen, gibt es unterwegs Möglichkeiten zum Einkehren.
Der Weg ist komplett flach, abgesehen von den sehr kurzen (aber steilen) Anstiegen zu den kleinen Brücken. Dem Streckenverlauf ist leicht visuell zu folgen; man braucht daher weder Karten zu lesen noch Anleitungen zu befolgen. Es geht vorbei an vielen kleinen Schleusen, teilweise noch besetzten Schleusenwärterhäuschen und romantischen kleinen Häfen, in denen die Zeit stehengebleiben zu sein scheint. Die Landschaft wechselt zwischen offenen Feldern und Baumbestand. Der Kanal besitzt 4 Aquädukte; dort radeln Sie also auf wassergefüllten Brücken.
Während der Tour haben Sie mehrfach die Möglichkeit, etwas über die irische Geschichte zu erfahren. Der Kanal wird auch „National Famine Way“ genannt, denn über ihn sind viele Iren vor allem während der Hungersnot 1845 bis 1852 ausgewandert. Damit es nicht eintönig wird, machen Sie im Reiseverlauf einen Abstecher auf einem gut ausgebauten Radweg (einer ehemalige Eisenbahnlinie) bis in das interessante Städtchen Athlone.
Ca. 80% der zu befahrenen Strecke ist asphaltiert, der Rest ist sehr gut befestigt. Da in Irland der Wind meist aus westlichen Richtungen kommt und Sie überwiegend nach Osten fahren, ist eher mit Rückenwind zu rechnen.
Die Geschichte des Kanals in Kurzform:
Baubeginn war 1790, aber erst 1817 wurde der Shannon erreicht. Für lange Zeit war der Kanal ein wichtiger Transportweg für Güter aller Art. Die Frachtkähne wurden von Pferden von den Treidelpfaden auf beiden Seiten gezogen. Als die Eisenbahn und später auch gute Straßen einfacheren und vor allen schnelleren Transport ermöglichten, verlor der Kanal mehr und mehr an Bedeutung und wurde 1961 offiziell geschlossen; der Zweig nach Longford wurde trockengelegt. Der Kanal und die Schleusen zerfielen immer weiter. Teile des Kanals sollten zugeschüttet und als Straße ausgebaut werden, doch 1974 sorgte eine Bürgerinitiative für den Erhalt das Kanals, den viele Freiwillige anfingen zu restaurieren. Dann gab es einen € 36 Mill Zuschuss für die professionelle Renovierung von der EU. 2010 wurde der Kanal mit großem öffentlichen Interesse wiedereröffnet und viele Hausboote benutzten ihn. Inzwischen ist er teilweise wieder zugewachsen; momentan findet leider so gut wie kein Schiffsverkehr mehr statt, man kann aber Hausboote liegen sehen.
Anforderungen: Obwohl nicht übermäßig anstrengend, ist diese Reise für wahre Anfänger nicht geeignet. Ca. 20% der Strecke ist nicht asphaltiert (aber sehr gut befestigt). Üblicherweise ist mit Rückenwind zu rechnen, aber wegen der vielen Windungen des Kanals kann zeitweise Gegenwind vorkommen. Im Reiseverlauf gibt es einige Tage mit sehr geringerer Tagesleistung sowie einen Ruhetag. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Fitnessgrad hoch genug ist für diese Tour dann fragen Sie uns bitte! Diese Reise ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
Gepäcktransport ist nicht im Reisepreis enthalten, kann aber mitgebucht werden.
Reisedauer: 9 Tage, davon 1 radfahrfreier Tag
Beste Reisezeit: Das Wetter im Reisegebiet ist als gemäßigt anzusehen. Jeder Monat kann sonnig oder verregnet sein, es ist nicht vorhersagbar und folgt auch nicht dem deutschen Wetter. Vermeiden sollten Sie die ersten beiden August-Wochen, da es dann vor allem im Küstenbereich sehr voll ist.
Anreisepunkt: Cloondara, nicht weit vom Städtchen Longford
Abreisepunkt: Maynooth, vor den Toren Dublin


Anreisehinweise


HINFLUG

Die Mehrheit unserer Gäste benutzen einen der zahlreichen Direktflüge von verschiedenen Flughäfen nach Dublin Airport. Von dort kann man zur Weiterfahrt die Fernbusse 22 oder 23 nehmen; ab Dublin Stadtmitte kann man diese Busse und auch die Bahn benutzen. In allen Fällen steigen Sie in Longford aus. Dort nehmen Sie sich ein Taxi für die letzten 8 km bis zum ersten Quartier in dem winzigen Ort Cloondara.
Für Gäste aus dem Kölner Raum bietet sich eine Option an, die komfortabler und insgesamt günstiger ist: Sie lassen die Nacht in Cloondara aus und fliegen am Morgen des 2. Reisetages mit Ryanair nach Knock (Westirland), die 2 x pro Woche fliegen. Statt einer Preisermäßigung holen wir Sie persönlich vom Flughafen ab, laden Sie zu einem irischen Frühstück ein, fahren Sie nach Cloondara, erklären und justieren die Leihräder für Sie und zeigen Ihnen den Weg (minimum 2, maximum 4 Personen).


RÜCKFLUG

Von Maynooth bringt Sie ein ca. halbstündlich verkehrender Vorortzug in 45 Minuten nach Dublin Stadtmitte zur Connelly Station, in desser unmittelbarer Nähe sich der zentrale Busbahnhof befindet. Auch die staatliche Bus Eirann Linie 115 fährt dorthin. Von dort erreichen Sie den Flughafen problemlos per Shuttlebus oder Taxi. Sie können auch mit den Buslinien C3 und C4 zum Hauptbahnhof fahren. Mit dem Bus C3 Sie erreichen Sie Flüge ab 8 Uhr, mit C4 ab 8.30 Uhr, bei allen anderen Methoden ab ca. 9.30 Uhr.
Falls Sie nur wenig Zeit haben, können Sie Ihre Reise auch bereits in Enfield beenden und am nächsten Morgen mit der ca. halbstündlich verkehrenden staatlicheen Bus Eirenan Linie 115 zum Dubliner Hauptbahnhof fahren und von dort weiter zum Flughafen per Shuttlebus oder Taxi. Alle Flüge ab ca. 9.30 Uhr werden damit erreicht.

Alle Angaben ohne Gewähr. Detaillierte Hinweise können Sie hier herunterladen (pdf, ca. 200 kB).



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