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LOFOTEN

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Landeskunde

Die Lofoten sind eine zu Norwegen gehörige Inselgruppe nördlich des Polarkreises, 1.227 km² groß und von ca. 24.500 Menschen besiedelt.
Die Lofoten - das sind Berge und spitze Gipfel, offenes Meer und geschützte Buchten, weiße Strände und große, unberührte Landgebiete: Schroff, gegensätzlich, absolut faszinierend. Sandstrände, Sümpfe, Wiesen und Felsen gehen fließend ineinander über, wenn der Weg von West nach Ost führt. Wo die Sonne hinscheint, regiert das Grün. Wo Schatten überwiegt, regiert der Schnee und der kahle Felsen.
Zum Gesamteindruck tragen auch die roten Rorbuer, die häufig buntgestrichenen Holzhäuser sowie die vielen Holzgestelle zum Trocknen des Stockfisches bei. Die wenigen Bäume, die den Raubbau vergangener Jahrhunderte überlebt haben, stehen einzeln wie ein Mahnmal in der Gegend.
Die Straßen führen meist direkt an der Küste vorbei, so dass wenige Steigungen zu bewältigen sind. Lediglich die Brücken haben es manchmal in sich. Damit die Postschiffe passieren können, sind diese besonders hoch gebaut.

Tier- und Pflanzenwelt

Der Golfstrom führt viele Fischarten von Süden heran, und arktische Arten wandern aus dem Norden ein. Seehunde und Schwertwale werden regelmäßig beobachtet. Die Lofoten besitzen auch eine abwechslungsreiche Vogelwelt. Im Frühjahr und Herbst besuchen viele Zugvogelarten die Inseln, auch der Seeadler fühlt sich wohl.
Auch die Pflanzenwelt ist artenreich; an den Stränden können Bergpflanzen gleich neben Wiesen- und Strandpflanzen auftreten. Die Restwälder bestehen meist aus kleinwüchsigen Birken, Ebereschen und Salweiden sowie angepflanzten Nadelbäumen.

Geschichte

Berge, scharfe Spitzen und Kanten wurden aus dem 3 Milliarden Jahre alten Gestein erst während der letzten Eiszeit geformt. Die ersten Menschen kamen vor ca. 6.000 Jahren und fanden dort einen fast unerschöpflichen Reichtum an Wild und Fischen sowie große Kiefer- und Birkenwälder vor, die für Stockfisch, Boote und Häuser abgeholzt wurden.
Bereits vor 4000 Jahren begann man mit dem Getreideanbau. Zur Zeit der Wikinger entstanden einige große Häuptlingssitze. Der aus Kabeljau hergestellte Stockfisch war die wichtigste Handelsware, die nach ganz Europa verkauft wurde (auch noch heute z.B. nach Italien).
Ab dem 14. Jh. wurden die Lofoten steuerrechtlich Bergen unterstellt; in der 600jährigen wirtschaftlichen Vorherrschaft wechselten Armut und Reichtum ab. Die nach 1860 auftretenden großen Heringsschwärme bildeten die Voraussetzungen für den Aufschwung und die heutige Besiedlung. Nach wie vor ist die Landwirtschaft in einigen Gegenden von großer Bedeutung. In den letzten Jahren ist der Fremdenverkehr zu einem immer wichtigeren Wirtschaftszweig geworden.

Urlaub auf den Lofoten

Es ist außerordentlich faszinierend, eine Berglandschaft genießen zu können und selbst keine Aufstiege machen zu müssen. Aus der Ebene hat man dramatische Aussichten auf die zahlreichen Berge, die bei jedem Naturfreund das Herz höher schlagen lassen. Die Vegetations- und Farbkontraste sowie die Mitternachtssonne tun ihr übriges, um einen völlig zu verzaubern. Zudem herrscht hier im Sommer ideales Radwetter; nicht zu heiß, aber meist trocken mit viel Sonne. Wirklich das ideale Radlerziel, wenn es nur nicht so teuer wäre!



Klima
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Das Wetter ist im allgemeinen sehr wechselhaft und die Temperaturen liegen insgesamt niedriger als in Mitteleuropa. Der Golfstrom gleicht jahreszeitliche Schwankungen aus, so sind die Winter meist relativ mild (nur gelegentlich kalt); die Sommer hingegen sind relativ kühl mit häufigen Regenfällen. Die wärmsten Monate sind Juli und August. Es gibt häufig Winterstürme und im Landesinneren sind Sandstürme nicht selten. Schnee fällt nicht so häufig und bleibt in Reykjavík nur selten liegen.

Beste Reisezeit
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Die Lofoten haben zu jeder Jahreszeit ihren Reiz. Normalerweise sind Mai und Juni die trockensten (nur durchschnittlich 40 mm Niederschlag!), Juli und August die wärmsten (aber auch die touristenreichsten) Monate. Vor allem im Westen und Norden der Lofoten wird es in der Zeit von Ende Mai bis Mitte Juli nie dunkel (Mitternachtssonne)!! Auf Værøy und Røst ist diese Periode etwas kürzer.


Einreisebestimmungen
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Für deutsche Staatsangehörige genügt bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu drei Monaten ein gültiger Personalausweis. Für Kinder bis zum vollendeten 16. Lebensjahr reicht ein Kinderausweis oder der Eintrag in den Reisepass eines Elternteils. Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Wer auf regelmäßige medizinische Betreuung angewiesen ist, sollte sich vorher über die bestehenden Möglichkeiten in diesem dünn besiedelten Land informieren.



Empfehlenswerte Literatur
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Südnorwegen mit Lofoten von Martin Schmidt Reise Know-How Verlag, Bielefeld (Juli 2000) Broschürt Preis: EUR 19,90



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