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ISLAND

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schematische Karte von Nordeuropa mit Island

Landeskunde

Island liegt ca. 300 km südöstlich von Grönland und 800 km nordwestlich von Schottland. Es ist ein junges Land und gänzlich vulkanischen Ursprungs. Der weitaus größte Teil des Landes besteht aus Bergen und Hochflächen oberhalb der Vegetationsgrenze.

Mit nur 3 Einwohnern / km² (insgesamt 266.000, davon 90 % in Städten) ist Island das am dünnsten besiedelte Land Europas mit der die höchsten Lebenserwartung der Welt (Männer 75, Frauen 81 Jahre).
Dieses Naturparadies bietet großartige, spektakuläre Szenerien wie 5000 km schroffe Küstenlinien, 120 Gletscher, unzählige Flüsse, Wasserfälle und Seen, aktive Vulkane, rauchende Quellen, kraftvolle Geysire, tiefe Erdrisse und Thermalgebiete. Nirgendwo sonst kann man Geologie so hautnah erleben wie in Island.
Allgemein bekannt sind die weit verbreiteten heißen Quellen, die an unzähligen Stellen in Form von Geysiren aus dem Boden sprudeln (mit bis zu 60 m hohen Fontänen). Einige werden sogar zum Heizen oder für Thermalbäder genutzt.
Obwohl südlich des Polarkreises, gibt es auch hier das Phänomen der Mitternachtssonne. Es wird also im Sommer nicht oder nur sehr kurz dunkel! Ein weiteres besonderes Naturschauspiel ist das vor allem im Herbst und Winter auftretende Nordlicht.

Sagen und Märchen
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Die Isländer verfügen über eine sehr reichhaltige und interessante Sagen- und Märchenwelt. Besonders übernatürliche Wesen spielen in ihren Geschichten eine große Rolle. Mit einem Augenzwinkern ist zu erzählen, dass es in Island sogar auf offizieller Ebene eine Elfenbeauftragte gibt. Sie wird landesweit anerkannt und sorgte schon öfter dafür, dass Häuser und Straßen nicht gebaut werden durften, da sonst Wohnungen der Fabelwesen zerstört worden wären.

Tier- und Pflanzenwelt
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Die Vegetation ist äußerst spärlich (nur 25 % des Landes) und hat arktischen Charakter (nur rund 440 Gefäßpflanzen und 100 Kleinkraut-Arten). Insbesondere fehlt alles, was wir als Wald bezeichnen würden.
Die Tierwelt ist durch die klimatischen Bedingungen und die abgeschiedene Insel-Lage geprägt. Den größten Artenreichtum gibt es unter den (See-) Vögeln, denn die vorgelagerten Inseln bieten ideale Brutplätze (100 endemische Arten).
Das bekannteste Tier ist wohl das vor 1000 Jahren eingeführte Islandpferd, was sich durch seinen robusten Körperbau auszeichnet. Das alltägliche Bild wird von Schafen dominiert. Auch einige der 1770 eingeführten Rentiere sind dann und wann zu sehen. Islands Gewässer sind sehr Fischreich, auch an Lachsen und Forellen.

Geschichte
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Die Besiedelung des Landes begann um 875 durch norwegische Stämme. 1220 war das Land innerhalb 6 mächtiger Familien aufgeteilt, die sich blutig bekämpften. Um dies zu stoppen unterwarfen sich die Isländer 1264 der norwegischen Krone.
Im 14. Jahrhundert ging es wegen der Verschlechterung des Klimas mit der Landwirtschaft bergab. Die Lösung war die Ausweitung des Fischfangs und -exports. 1387 fiel Island an Dänemark, welches 1602 den Monopolhandel einführte, der erst 1854 endgültig aufgehoben wurde und die Isländer endgültig ausländischen Mächten auslieferte.
Im Jahr 1903 akzeptierten die Dänen schließlich die Forderung nach einer eigenen isländischen Regierung. 1943 sprachen sich 95 % für die Gründung einer Republik aus, die am 17. Juni 1944 ausgerufen wurde.

Radurlaub in Island

Den Reiz Islands kann man nicht beschreiben, sondern nur erleben. Die karge Landschaft mag am Anfang etwas fremdartig wirken, doch bereits nach kurzer Zeit ist man völlig begeistert und kommt einfach nicht mehr davon los. Ein Fahrradurlaub der besonderen Klasse.

Klima
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Der Golfstrom gleicht jahreszeitliche Schwankungen aus und sorgt für ein recht ausgewogenes und mildes Klima für diese geograhpische Höhe, vor allem in Küstennähe. Trotzdem liegen die Temperaturen insgesamt niedriger und die häufigen Wetterumschwünge kommen schneller und heftiger als solche in Mitteleuropa. Das berüchtigte Island-Tief bringt aber entgegen seines Rufes nicht nur Regen!
Die Niederschlagsmengen teilen die Insel: Bei dem vorherrschenden Süd-West Wind regnet es recht häufig auf der Südhälfte. Auf der Nordseite hingegen regnet es nur bei Nordwind, der aufgrund seiner Herkunft meist auch eine Abkühlung mit sich bringt. Prinzipiell kann man sagen: Regnet es im Süden, so ist es im Norden trocken.

Beste Reisezeit
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Wir empfehlen Juli / August, welches auch die wärmsten Monate sind. Im Juni kann es passieren, dass noch einige Straßen (besonders im Hochland) gesperrt sind. Ab Ende August ist bereits mit den ersten Nachtfrösten zu rechnen. Anfang September schließen bereits einige touristische Einrichtungen (Zeltplätze, Unterkünfte, Busse...), auch wenn das Wetter meist noch stabil ist.

Einreisebestimmungen
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Für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten kann die Einreise mit deutschem Reisepass oder Personalausweis erfolgen; deutscher Kinderausweis wird anerkannt.
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Aufgrund der sehr hohen Arzt- und Krankenhauskosten wird die Mitnahme des Formulars E 111 Ihrer gesetzlichen Krankenkasse dringend empfohlen.



Empfehlenswerte Literatur
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Sabine Barth: Island, DuMont Reise-Taschenbücher, Preis: € 12,00

Christine Sadler, Jens Willhardt: Island, Preis: € 22,90



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